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Was genau ist Walk? Woher kommt er? Wie wird er hergestellt?
Was macht ihn eigentlich so besonders?
Wir erzählen Ihnen gerne mehr darüber, zunächst ein wenig über
seine Geschichte:
Sich mit Tierhaut und -haar zu kleiden, damit begannen die
Menschen schon in der Steinzeit. Bereits zu einem sehr frühen
Zeitpunkt spielte Schafwolle dabei eine zentrale Rolle.
Sie war gefahrlos und in größeren Mengen zu erhalten und
verhältnismäßig leicht zu verarbeiten. Das Spinnen von Wollgarnen
kannte man schon in der Jungsteinzeit. Im Lauf der Jahrhunderte
machte die Erfindung von Handspinnrad
(13. Jhdt.), Trittspinnrad (um 1600) und Spinnmaschinen
(18. Jhdt.) die Verwandlung von Schafspelz in Wollgarn
immer leichter.
Parallel dazu entdeckten bereits die alten Ägypter, dass man
Gewebe durch Stampfen in großen Gefäßen, gefüllt mit Wasser,
Urin oder Natrium verdichten konnte.
Es gab sogar eine Hieroglyphe dafür: ein Paar in Flüssigkeit
stehende Männerfüße.
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Später zogen die Völker des Nordens nach. Sie stampften Stoffe
mit Füßen oder Mörsern in Gefäßen mit warmem Wasser und
setzten dem Material mit Urin und Schafskot oder Torf und
Walkerde aus Vulkangestein zu.
Ab dem 12. Jhdt. wurde das Walken mehr und mehr von Mühlen
übernommen. Vom Wasserrad in Bewegung gesetzte, wie
Dachziegel übereinandergelegte Bretter stampften dabei den Stoff
bis zu 18 Stunden lang in einem Walktrog. Das Resultat war ein
in Länge und Breite bis zu 50 Prozent eingelaufener Stoff.
Walk wie wir ihn aus der Tradition der Tracht her kennen, wurde
laut einer Überlieferung aus Tirol von Bergbauern "erfunden".
Wahrscheinlich ist, dass sie zufällig entdeckten, dass beim
Waschen verfilzte Wollkleidungsstücke mehr Wetterschutz und
sogar Klimakomfort boten als zuvor. Daraufhin nutzten sie die
Walktechnik, um gestrickte und gewebte Kleidung wetterfest und
strapazierfähig zu machen. Denn der Vorgang des Walkens
steigert die Pluspunkte, die Schafwolle ohnehin mit sich bringt.
An dieser Stelle lässt sich auch die oft gestellte Frage nach dem
Unterschied zwischen Loden und Walk beantworten: Beide
bestehen meist aus reiner Schafwolle, die durch die Einwirkung
von Wärme und Wasser gewalkt, das heißt künstlich verfilzt wird.
Um Walk zu erhalten, verfilzt man gestrickte, für Loden gewebte
Wolle.
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